Baum

Kurzinfo

Das Projekt Stadtoase entstand auf Initiative der Stadt St. Pölten und des BürgerInnenbeteiligungsvereins Smart Pölten. Dass der Verein so heißt, hat mit dem Begriff Smart City zu tun, der Projektinhalt auch.

Smart City – was heißt das? Schon wieder so ein Modewort aus dem Nähkästchen der OptimierungszwänglerInnen? St. Pölten ist doch ein lebenswerter Ort. Was soll die Stadt noch alles werden?

Mmmh, vielleicht einfach noch nachhaltiger lebenswert – so lebenswert, dass alle etwas davon haben und das noch ganz lange.

Beim Konzept Smart City geht es darum, Städte so zu gestalten, dass ein Leben orientiert an den Werten Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung erleichtert wird. Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Reduktion von Emissionen sind hier genauso Schlagworte wie Inklusion, Barrierefreiheit und Nahversorgung.

Im Projekt Stadtoase konzentrieren wir uns auf Grünraumgestaltung – sozusagen auf die grüne Lunge der Stadt, wie es oft so schön heißt. Stadtoasen sollen entstehen, die sich für Nichtstun und Alleinsein genauso eignen wie für gemeinsame Aktivitäten – das Anlegen eines Stadtgärtchens zum Beispiel. Man soll staunen können (über grüne Technologien in Kombination mit neuartigen Bepflanzungsvarianten) oder einfach nur sein, Frischluft atmen und sich dabei über gar nichts wundern.

Folgendes ist vorstellbar:

  • Die Umsetzung von Urban-Gardening-Konzepten – mobil und im Pocket-Format (mobiles Urban Pocket Gardening), schwimmend (Floating Garden) oder hängend …
  • Die Errichtung von Schauplätzen einer essbaren Stadt – Pilze züchten an besonders lichtarmen Plätzchen (Mush.Room – Pilzzucht im Dunklen), ein Kreislaufhochbeet bauen, die 4-Felderwirtschaft einmal anders umsetzen (z.B. in Form eines essbaren Barockgartens), einen Früchtchenweg anlegen …
  • Grüne Wände / grünes Stadtmobiliar installieren – zum Beispiel Living-Room-Gärten in Form möblierter Holzdecks mit essbaren Pflanzen, Sonnensegelplafond und Trinkbrunnen und weitere innovative grüne Stadtmöbel wie kühlende Rasenbänke, mobile Pergolen oder Grünwände
  • Ein Klimaforschungslabor für Kinder einrichten

Die Stationen werden an verschiedenen Orten in St. Pölten entstehen, denkbar sind etwa:

  • Wirtschaftshof
  • Rathausplatz
  • Schiller-Park
  • Hammerpark
  • Sonnenpark
Luftbild von St. Pölten mit möglichen Multifunktionsflächen

Luftbild von St. Pölten mit möglichen Multifunktionsflächen

Weiters binden wir die Ergebnisse freier Initiativen ein, die sich für eine smarte, grüne Stadt einsetzen. Beispielhaft sind hier Initiativen aus folgenden Bereichen zu nennen:

  • Ausbau der sozialen Funktion der Grünraume
  • ökologisch und sozial nachhaltige Grünraumgestaltung
  • partizipative Ansätze bei der Neugestaltung von Grünflächen
  • Verbesserung des Mikroklimas
  • gezielte Sanierung für bestimmte Bevölkerungsgruppen (Ältere, Alleinerziehende, generationenübergreifendes Wohnen etc.)

Das Innovative am Projekt: Es soll nicht top-down entschieden werden, welche Maßnahmen umgesetzt werden, sondern bottom-up. Der Umsetzungsprozess inklusive Auswahl der konkreten Orte und Stationsgestaltungen soll konsequent unter aktiver Einbindung aller interessierten BürgerInnen und in einem Dialog mit Stakeholdern und diversen ExpertInnen erfolgen. Kurz: In einem Living Lab.

Laufen wird das Projekt bis Juli 2020. Die Oasen sollen danach so weit wie möglich und sinnvoll erhalten bleiben. Je nach Initiative aller Projektträger und BürgerInnen können auch weitere dazukommen.

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