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Politik

Es gibt Stadt-, Regional- und Landesentwicklungskonzepte, zu deren Umsetzung das Projekt beitragen kann besonders in den Bereichen Umwelt und Raumordnung. Wir stellen einige davon vor:

 

Ebene Stadt


Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept St. Pölten 2016

Ausgewählte Ziele, die relevant im Projektkontext sind:

  • Stadt der kurzen Wege schaffen Wohnen, Arbeiten, Erholung und Versorgung sofllen besser miteinander verflochten werden
  • Den öffentliche Raum im Bereich wichtiger Einrichtungen und Versorgungszentren funktionell und gestalterisch aufwerten zum Beispiel den Domplatz, die Promenade und die Hauptachsen ins Stadtzentrum, die so genannten Lebensraumachsen
  • Soziale Infrastruktur verbessern
  • Neue Stadtteilzentren entwickeln und bestehende stärken
  • Flächenreserven und Brachflächen nutzen (z.B. zwischen der historischen Kernstadt und der Universitätsklinik)
  • Verkehrsberuhigung beziehungsweise -entlastung der Innenstadt
  • Entwickeln eines Netzwerks aus Frei- und Grünräumen von hoher Qualität
    • Rücksichtnahme auf den Schutz der naturnahen Flächen und auf den Erhalt beziehungsweise die Aufwertung bestehender Parks bei stadtplanerischen Vorhaben: Das betrifft beispielsweise historische Parkanlagen in St. Pölten Mitte wie den Hammerpark sowie Freizeit- und Erholungsflächen im Umfeld Sonnenpark – beides Standorte von geplanten Stadtoasen
    • Potentielle Naherholungsgebiete langfristig für die wachsende Stadt sichern
    • „Grüne Adern“ optimal im Siedlungsgebiet verteilen
    • Die gesundheitsfördernde und sozial integrative Funktion der Grünräume stärken
    • Die Einheit von Nützlichkeit und Schönheit fördern – ästhetische Vielfalt und Nutzungsvielfalt
  • Das Kleinklima positiv beeinflussen, z.B. durch Ost-West-Durchlüftungsschneisen für eine verbesserte Frisch- und Kaltluftzufuhr aber auch durch gezielte Maßnahmen im Grünraum wie unter dem vorigen Punkt genannt

Unser Projekt trägt hierbei zur Ausgestaltung der sozialen Funktion des Stadtraums bei: Die Stadtoasen sind Naherholungsorte, Begegnungszonen und Zentren der Bewusstseinsbildung.

Auch zur Verbesserung der Umweltsituation leistet das Projekt einen Beitrag: Die Frei- und Grünraumgestaltung hat zum Beispiel einen Einfluss auf die Abfederung der Klimawirkung des Verkehrs. Straßenbegleitgrün und Gemeinschaftsgärten vermindern unter anderem die Wärmespeicherung versiegelter Oberflächen wie Straßen und Stellplätze (ruhender Verkehr).

Auf die Feinstaubbelastung in der Stadt haben Grünflächen ebenfalls einen positiven Einfluss.

Die zu Projektbeginn definierten Standorte unserer Stadtoasen liegen zudem auch an Punkten, die im Stadtentwicklungskonzept eine wesentliche Rolle spielen, sie passen zur Raumordnung der geplanten Maßnahmen.

Der Projektraum | Auszug aus Google Maps

Wie das Projekt noch zur Umsetzung der Ziele beiträgt, können Sie hier nachlesen.

In das Stadtentwicklungskonzept flossen übrigens auch das Generalverkehrskonzept 2014 und das Landschafts- und Grünraumkonzept 2010 (LAK 2010) ein. Wir tragen so auch gezielt zur Umsetzung einzelner Fachkonzepte für die Stadt bei. Einige der Themen, die davon berührt werden, sind in der obigen Aufzählung angeführt.

Hier können Sie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept abrufen.


Das Smart-City-Konzept St. Pölten (Grünraumvisionen für den urbanen Raum 2030+)

Der Masterplan bezieht sich auf die Schaffung von Begegnungszonen mit „grünen“ Vorteilen in der Innenstadt und an den Übergangsbereichen zu den anderen Stadtteilen. Ein Schlagwort ist hier zum Beispiel Regenwassermanagement durch Freiraumbepflanzung, die Wasser speichert, das an heißen Tagen verdunsten kann und Hitze reduziert und gleichzeitig auch den Menschen gut tut.

Durch unsere Bepflanzungskonzepte im Rahmen der Stadtoasen wollen wir genau dazu einen Beitrag leisten.

An dieser Stelle ein wenig Hintergrundinformation zum Klima in St. Pölten: Es handelt sich um ein Tieflandklima. Die Winter sind mäßig kalt und eher trüb. Schnee fällt wenig. Im Sommer gibt es viel Sonne. Die Niederschlagsmenge ist da auch am höchsten im Verlauf eines Jahres (praktisch im Zusammenhang mit der Regenwassersammlung zu Kühlungszwecken).

2016 betrug die Temperatur im heißesten Monat Juli durchschnittlich 21,3 Grad bei einem Höchstwert von 34,5 Grad (Jahresmitteltemperatur von 10,6 °C). Ab und zu ein wenig Abkühlung in den heißen Monaten kann da nicht schaden. Mit unserem Konzept wollen wir für diese sorgen. B-NK hat immerhin beim Sonnenparkfest den Wunsch aufgeschnappt, es möge in der Innenstadt doch „Eis vom Himmel regnen“.

Die Quellen für unsere Informationen zum Klima in St. Pölten: Ein Infodokument zu Klima und Geographie der Stadt, das oben verlinkte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (S. 17 und S. 31), die ZAMG

Über die Grünraumvisionen können Sie sich hier hier näher informieren.

 

Landesebene


Das Niederösterreichische Klima- und Energieprogramm 2020

Das Programm unterstützt die Niederösterreichischen Klima- und Energiepolitik unter anderem im Bereich Raumentwicklung.

Ein Schwerpunkt ist hier die Etablierung und Gestaltung von Kleinklimazonen. Stichworte sind: eingrünen, umgrünen, durchgrünen, beschatten, kühlen, … Besonders Ortskerne und Siedlungszentren sollen im Zusammenhang mit umliegenden Gebäuden und Verkehrsflächen klimarelevant bepflanzt werden.

Die Bewusstseinsbildung zum Thema soll steigen. BürgerInnen sollen verstärkt in Raumplanungsprozesse eingebunden werden und dies mit ausdrücklichem Augenmerk auf den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz.

Genau hier setzt auch unser Projekt an. Smarte Begrünungsideen sollen zur Klimaoptimierung in der Stadt beitragen. Im Sinne der Bewusstseinsbildung tragen unsere Stadtoasen ganz allgemein zur Sensibilisierung der BewohnerInnen für die Themen Klimawandel, Begrünungen, Natur und Umweltschutz bei. Mit dem Klimaforschungslabor setzen wir ein gezieltes Bildungsangebot. Für die Beteiligung der EinwohnerInnen sorgt das aktive Einbeziehen aller Interessierten in die Auswahl, Planung und Durchführung der Interventionen.

In die Ausarbeitung des Klima- und Energieprogramms flossen übrigens folgende Strategien, Gesetze und Konzepte ein: Der NÖ Energiefahrplan 2030, das NÖ Energieeffizienzgesetz 2012 und das NÖ Feinstaubprogramm. Es leistet weiteres einen Beitrag zur Einhaltung des Klimaschutzgesetzes des Bundes und zur Umsetzung der Österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel. Auch dem Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan der EU-Kommission entspricht es.

Indem das Projekt Stadtoase einige der Punkte aufnimmt, die im NÖ Klima- und Energieprogramm genannt werden, unterstützt es also eine Reihe von großräumigeren Bemühungen im Zeichen der Umwelt.
Mehr Zusammenhänge zu länderübergreifenden Plänen erläutern wir im Rahmen dieses Blogs noch.

Werfen Sie einen Blick in das Niederösterreichisches Klima- und Energieprogramm


Der NÖ Energiefahrplan 2030

Wir haben ja im vorigen Text erwähnt, dass in das NÖ Klima- und Energieprogramm auch der NÖ Energiefahrplan 2030 eingeflossen ist.

Auch hier ist die Raumplanung ein wichtiger Punkt: Mit einem minimalen Verbrauch von Material, Fläche, Energie und Kapital soll ein Maximum an Lebensqualität erreicht werden. Besonders wertgelegt werden soll auch auf den Erlebniswert für FußgängerInnen. Eine Zielgruppe, die auch von unseren Stadtoasen besonders profitieren soll.

Hier können Sie sich den Energiefahrplan selbst ansehen.


Das Landesentwicklungskonzept NÖ

Auch in diesem Konzept sind Strategien zur Raumordnung niedergelegt. Speziell für dichtverbaute Siedlungsbereiche sollen Grünraumkonzepte erstellt werden. Bereits bestehende Parks und andere Grünflächen sollen gut zugänglich gemacht werden, genutzt und miteinander vernetzt. Neue Erholungsgebiete sollen dazukommen. Die so entstehenden Räume sollen Freizeitmöglichkeiten für Menschen jeden Alters bieten. Dabei soll immer auf ein Gleichgewicht zwischen Nutzungsansprüchen und Naturerhaltung geachtet werden.

Das Projekt Stadtoase leistet hierzu auch einen Beitrag. Wir nutzen teils bestehende Parkflächen als Projektstandort, schaffen aber auch neue grüne Inseln. Wir haben Programm für Jung und Alt. Menschen mit den unterschiedlichsten Ansprüchen kommen auf ihre Kosten: Vom Faulenzen zwischen munter dahinwachsenden Pflanzen bis hin zum Forschen in unserem Klimalabor ist bei uns alles möglich. Bei allen Vorhaben achten wir auf einen respektvollen Umgang mit der Umwelt, in die wir unsere neuen Stationen integrieren.

Nehmen Sie gerne Einblick in das Konzept.

 

Staatliche Ebene

 

mission 2030 – Die österreichische Klima- und Energiestrategie

Österreich hat sich selbst einige Umweltziele gesetzt, europäischen Vorgaben muss das Land ebenfalls entsprechen. In Form dieser Strategie wurde deswegen ein Handlungsplan ausgearbeitet. Darin steht, was bis 2030 zu tun ist und in einem nächsten Schritt bis 2050.

Drei große Handlungsfelder werden in der Strategie genannt:

  • Treibhausgasemissionen reduzieren
  • Erneuerbare Energie ausbauen
  • Energieeffizienz steigern

Verschiedene Aufgaben sind festgelegt. Aufgabe Nummer 8 ist es, den urbanen und ländlichen Raum klimafreundlich zu gestalten. In den Ausführungen dazu kommt explizit der Begriff Smart City vor – Smart Cities sollen vorangetrieben werden.

Es geht darum, urbane Regionen entlang folgender Kriterien nachhaltig zu gestalten: Funktionalität, Klimabewusstsein, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum soll gesteigert werden. Auch die Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs ist ein Thema.

Diese Aufgabe Nummer 8 ist die, zu deren Erfüllung das Projekt Stadtoase per Definition und Zielsetzung am wesentlichsten beiträgt.
Weil wir nachhaltige Stadtentwicklung gemeinsam mit den StädterInnen betreiben und in dem Rahmen nicht nur Bildungsanreize setzen, sondern auch zum Handeln anregen, leisten wir aber auch einen besonderen Beitrag zur Erledigung der Aufgabe 6. Diese heißt: Verantwortung für Jede und Jeden – Bildung für eine nachhaltige Zukunft und Bewusstsein schaffen.

Wenn man bedenkt, dass wir in unserem Klimaforschungslabor schon junge Menschen dazu anregen, sich wissenschaftlich mit dem Thema Klima auseinanderzusetzen, kann man sagen, dass wir auch im Sinne der Aufgabe 5 Forschung und Innovation als Schlüssel für einen erfolgreichen Standort handeln. Vielleicht können wir den einen oder anderen klugen Kopf dazu inspirieren, später einmal in größerem Stil zu forschen.

Außerdem ist unser Projekt selbst auch ein Forschungsprojekt. Wir bringen nicht nur den Stand der aktuellen Forschung zum Thema grüne Energie und Technik in den Bau der Stadtoasen ein, sondern begleiten auch alle von uns gesetzten Maßnahmen wissenschaftlich, erheben den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, sodass wir am Ende ganz genau wissen, welche Maßnahmen im städtischen Raum tatsächlich zu einer Verbesserung der Klima- und Lebensqualität beitragen und die Ergebnisse übertragen können. St. Pölten wird zum Testfeld. Wir verstehen die Stadt als Reallabor.

Einer wichtigen Querschnittsaufgabe nehmen wir uns ebenfalls an, der Klimawandelanpassung. In der Strategie ist die Rede von „Vermeidung sommerlicher Überhitzung“ und mit unseren Bepflanzungskonzepten wollen wir ja zur Temperatursenkung beitragen.

Wenn Sie ein wenig in der österreichischen Klima- und Energiestrategie blättern wollen, folgen Sie diesem Link.

Hier erläutern wir auch bald, welchen Beitrag das Projekt zu Konzepten auf europäischer Ebene leisten kann.

Die Liste wird im Verlauf des Projekts erweitert. Anregungen sind willkommen!

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